Brief
Von Luise Ernestine Christiane Juliane von Göchhausen (27. Dezember 1788)
Um der in Rom herrschenden Kälte zu entfliehen, wollten Herzogin Anna Amalia, Reiffenstein und Herder nach Neapel reisen und erst im Frühjahr nach Rom zurückkehren. Urteile über J. F. H. von Dalberg und M. A. A. Zucchi. Diese Frau ist eine so schöne Seele wies wenige giebt u. durch die Liebe zu ihr, wird man glaube ich selbst beßer. Über Bury, der ungehalten über die Reisepläne sei: wir alle sind ihm sehr gut. / Vier Rubense und eine wertvolle Kamee - einen Bacchuskopf für sie selbst - habe Bury sehr preisgünstig erwerben können. - Über die Heirat Sir W. Hamiltons mit E. Harte. Anna Amalia habe von Papst Pius VI. ein wertvolles Mosaik (den Triumphbogen Konstantins darstellend) erhalten. - Göchhausen beschwert sich, daß jedermann außer ihr und der Herzogin Briefe von G. erhalte.
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