Brief
Von Johann Christian von Mannlich (1. Dezember 1805)
Übersendung seiner "Beschreibung der... Gemäldesammlungen zu München und zu Schleißheim" (Ruppert 2198) mit Bitte um G.s Urteil über den Plan und die Absicht der ganzen Einrichtung (vgl. RA 4, Nr. 1592 und Meyers Rezension, in: JALZ 1806, Nr. 10). Druckfehler seien u.a. der Nachlässigkeit des (? J. S.) von Rittershausen zuzuschreiben. M. arbeite an einem 3. Band, dem ein 4. folgen solle ("Fortgesetzte Beschreibung der... Gemäldesammlungen", Bd. 3: "... die Gemälde zu Schleißheim und Lustheim", München 1810). - Die Schleißheimer Galerie enthalte zwei Drittel mehr Gemälde als die Münchener Sammlung und sei in der Darbietung der altdeutschen Schule einzig in ihrer Art. Der verwünschte Krieg hat nun wieder alles zerstört; unsere Galerien sind leer. - F. Müller habe abermals Medaillen gekauft. Den ersten Transport hat das gelbe Fieber, diesen der Krieg verhindert zu gehöriger Zeit einzutreffen (vgl. RA 5, Nr. 187).
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