Normalzeugnis Zeugnis
Chr. F. Weiße an J. P. Uz Mai 1776 (?) (Feuerbach S. 171)
Goethe ist einige Tage von Weimar herüber gekommen. Er hat mich einmal besucht. Man giebt Goethe hauptsächlich Schuld, daß er den Herzog von Regierungsgeschäften abhalte und zu Polisonerien verführe. Sie spielen Comödie; es sind wöchentlich Redouten; sie schwärmen überall umher. Doch scheint es mir, wenn ich Goethe recht beurtheile, daß er dies nur zu einem Mittel wähle, sich dem jungen Herzog unentbehrlich zu machen, und aus ihm ein Muster eines großen Fürsten zu bilden. Kopf hat er genug dazu, ist voller Einbildungskraft und redet immer in Bildern.
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