Brief
Von Friedrich Schiller (28. Juli 1797)
G.s Reise möge, wenn es an interessanten Bekanntschaften ja fehlte, durch die Musen verkürzt werden. Vielleicht könne G. den Stoff der Kraniche des Ibykus (vgl. "Musenalmanach" für 1798) während der Reise ausführen. S. habe gegenwärtig mit der Herausgabe von K. von Wolzogens Roman "Agnes von Lilien" ("Horen" 1796-1797) und mit den für die "Horen" bestimmten Gedichten der Freunde und Freundinnen (A. A. von Imhoff und S. Mereau) viele und gar nicht erfreuliche Diversionen. - A. W. Schlegels beiliegende Antwort auf S.s Anmerkungen über seinen Prometheus bleibe unbefriedigend. - Da S. daran gelegen sei, daß G. in Frankfurt am Main mit P. S. Schmid und Hölderlin zusammentreffe, habe er beide von G.s bevorstehender Ankunft unterrichtet. In Frankfurt könne G. auch A. E. von Steigentesch kennenlernen.
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