Brief
Von Wilhelmine Christiane von Hastfer (Chézy) (31. Mai 1803)
H. habe im Nachlaß ihrer Mutter (K. L. von Klencke), der ihr aus Berlin zugeschickt worden sei, Briefe von G. gefunden und sei an ihre gemeinsame Verehrung für G. und seinen "Werther" erinnert worden. - Schon vor zwei Jahren sei sie von ihrer nunmehr verstorbenen Mutter fort und nach Paris gegangen. Der vielfach Verkannten müsse ein gerechtes Andenken bewahrt werden. - Zitat aus G.s Brief an H.s Großmutter, A. L. Karsch, vom 11. September 1776 (WA IV 3, Nr. 508): u gehn Sie doch zu Chodowiezky [...] u stehlen ihm etwa eine Zeichnung [...]. - Hier sei die einzige Zeichnung, die Chodowiecki ihr (H.) in einer Schönen Stunde einst gegeben habe. - Zur Entschuldigung ihrer Zeilen zitiert sie aus G.s Brief an A. L. Karsch vom 17.-28. August 1775 (WA IV 2, Nr. 348): mir ist alles lieb was treu u starck aus dem Herzen kömmt [...].
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