Brief

Von Karl August Herzog von Sachsen-Weimar und Eisenach (20. September 1810)

Zustimmung zu A. Brizzis Gastspiel in Weimar von Ende Oktober bis Ende November; Einzelheiten dazu. G. möge dem Fürsten J. Lobkowitz, mit dessen Kommen S. rechne, schreiben und diesen bitten, in S.s Auftrag mit Brizzi abzuschließen; erwähnt: Lobkowitz' Familie. - Über Ifflands derzeitiges Gastspiel in Gotha. In Weimar wolle er ab 24. September in folgenden Stücken spielen: J. M. von Babos "Puls", Kotzebues "Wirrwarr", Shakespeares "König Lear" und vielleicht in R. Cumberlands "Juden". Iffland wünsche G.s "Tasso" und Z. Werners "Vierundzwanzigsten Februar" zu sehen. Ferner erwähnt: K. von Heygendorff und Prinz Friedrich von Sachsen-Gotha, der von einer Reise (nach Italien) sehr solide gute Kunstwerke mitgebracht habe. - Über die Explosion der französischen Pulverwagen in Eisenach (am 1. September) und den dadurch ausgelösten Haß mit Hinweis auf die Französische Revolution. - Über S.s Gesundheit mit Erwähnung des schlechten Befindens von J. C. Stark d. Ä. und W. Schrader in Creuzburg. - F. Jagemann werde im November wiederkommen; sein großes Gemählde solle bis dahin verpackt in Gotha bleiben.

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