Brief

Von Friedrich von Schiller (28.? Februar 1805)

Mit wahrem Vergnügen habe ich die Reihe der ästhetischen Recensionen gelesen, die ihren Urheber nicht verkennen lassen (G. über: Hebel "Alemannische Gedichte", J. K. Grübel "Gedichte in Nürnberger Mundart", H. J. von Collin "Regulus", K. U. Boehlendorff "Ugolino Gherardesca", B. Silber "Johann Friedrich, Kurfürst zu Sachsen", anonym "Der Geburtstag", A. von Klein "Athenor", in: JALZ 1805, Nr. 37f.). S. hoffe, daß G. im gleichen behaglichen und heitern Ton auch Kotzebues Stücke rezensieren werde (vgl. RA 5, Nr. 99). Hebels Gedicht "Sonntagsfrühe" sei ganz vortreflich. - Dank für Winkelmanns Briefe (Druckbögen von "Winckelmann und sein Jahrhundert", Tübingen 1805). - Bitte um Schlözers "Nestor" (Göttingen 1802 ff.). - J. von Müllers Vorlesung "Über die Geschichte Friedrichs des Zweiten" (Ruppert 99) habe etwas kümmerliches und mageres.

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