Brief
Von August Wilhelm Schlegel (9. Mai 1798)
S. übersendet das 1. Stück des "Athenäum" (Ruppert 278). Darin überwiege sein Anteil, im 2. der seines Bruders. Dieser werde das Journal mit Philosophie und Kritik versorgen, S. selbst mit Literatur. Bei den "Elegien aus dem Griechischen" habe S. besonders auf die Wiedergabe der Pentameter geachtet. Er wolle später etwas von der Verschiedenheit des Griechischen Pentameters vom Römischen schreiben. Ob man das Übergehen des Sinnes in das nächste Distichon auch im Deutschen anwenden könne, sei zu untersuchen. - Der Autor der Fragmente "Blütenstaub" (Novalis) wolle nicht unter seinem wahren Nahmen genannt seyn. - G.s Rat befolgend, habe S. sein Gesuch um Erteilung einer Professur an die vier thüringischen Höfe gerichtet und mit Briefen an J. F. von Fritsch und S. F. L. von Franckenberg versehen. Seine Frau Karoline sei heute früh nach Dresden abgereist.
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