Brief

An Josias von Stein mit Carl August Herzog von Sachsen-Weimar und Eisenach (15. September 1779)

Caßel den 15tn Sept. 1779. Guten Morgen lieber Stein. Ich schlage diese beyliegenden in ihren Paquet ein, theils weil es in einen Gasthof zu vornehm klingt wenn man an Hertzoginnen schreibt, wo man unerkant ist, theils auch um meiner Famielie das Postgeld zu ersparen. Was neues schreibe ich Ihnen alleweile nicht, dieses soll von Franckfurth aus geschehn. weiter nichts als daß es mir u. allen wohl geht, u. es mir hier, zumahl die gegend sehr gefällt. Nur noch eins, laßen Sie doch Wedeln seinen drey Pferden daß Futter geben was Sie derweil, auf 3 von meinen Pferden ersparen. Adieu lieber Stein. Grüßen Sie Ihre Frau, die Waldnern, u. ihre kleine Schwägerin. C. A. Auch grüs ich Sie recht schön und bitte innliegenden Brief nach Kochb. zu bestellen. Wir sind glücklich und lustig in Cassel angelangt, haben uns schon meistens umgesehen und recht schöne Sachen gefunden. D. Junge Forster hat mit uns gegessen und ist viel ausgefragt worden wies in der Südsee aussieht. Empfehlen Sie mich denen aller schönsten Hofdamen. Bald werden Sie aus dem gelobten Franckfurt mehr von uns hören. G

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