Brief

Von Johann Heinrich Meyer (19. März 1796)

Die Kopie zur "Aldobrandinischen Hochzeit", der M. eine Bereicherung seines theoretischen Wissens verdanke, sei bald abgeschlossen. Das Gemälde sei eine Unerschöpfliche Quelle nüzlicher Betrachtung und belehrung. A. R. Mengs habe daran mit dem Zirkel die Proporzionen der Figuren ausgemessen. - An F. Rehbergs Gemälden finde M. kein Gefallen. Rehberg werde von den Engländern unterstützt; er lasse sich bei G. empfehlen. Über ein aufgeputztes Zimmer im Palast Altieri und eine antike Lampe bei Concolo. - Obwohl F. S. C. Brun, F. Matthisson und Graf E. F. H. von Münster-Ledenburg derzeitig fleißig an einem Werk über Rom, Italien und die Kunst des Altertums arbeiteten, fürchte M. nicht für das mit G. gemeinsam geplante Werk. - Er sei gewillt, das im "Neuen Teutschen Merkur" und in den "Intelligenzblättern" der "Allgemeinen Literaturzeitung" angekündigte Werk von J. F. von Racknitz, "Darstellung und Geschichte des Geschmacks der vorzüglichsten Völker" (Leipzig 1796), sowie Schriften von F. W. von Erdmannsdorff als Todsünden in der Kunst hart und ernstlich zu bestraffen. - Bald werde A. L. Hirt das Manuskript seiner Schrift "Reise von Grottaferrata nach dem Fucinischen See und Monte Cassino" für die "Horen" abliefern.

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