Brief

Von Wilhelm von Humboldt (5. September 1797)

H. entschuldigt die späte Beantwortung von G.s Brief vom 20. Jul. und schildert das Ergehen seiner Familie in Wien. Über seine Reiseerfahrungen, die ihn weder in Dresden noch in Wien bereichern konnten. Am meisten haben mich die Gallerien beschäftigt [...]. Des weiteren über seine Arbeit am "Agamemnon". - Infolge der Kriegsereignisse in Österreich und Italien sei die geplante Reise nach Italien verschoben worden. A. von Humboldt wolle nach Zürich, H. mit seiner Familie über Schaffhausen und Basel nach Paris reisen. Einladung an G., ebenfalls nach Paris zu kommen, wo es interessant [...] auf jeden Fall in höchstem Grade sein müsse. - H. hoffe die letzten Druckbogen von "Hermann und Dorothea" noch in Wien zu erhalten. Ihre Balladen sah ich leider noch nicht, u. ebenso wenig einige neue Compositionen von Schiller [...]. - Mit C. G. Körner, der bei seiner sonst sehr glücklichen häuslichen Lage doch gar sehr einen interessanten Umgang entbehre, habe H. in Dresden einige sehr vergnügte Tage verlebt. Falls G. doch nach Italien gehe, sollte Schiller diesen Winter in Dresden verbringen.

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