Brief

An Carl Friedrich Zelter (28. September 1807)

Weimar den 28t September 1807. Heute, mein Bester, ersuche ich Sie nur um einige kleine Besorgungen, mit dem Wunsche, daß Sie dieses Blatt fein wohl antreffen möge. Der bey uns engagirte Schauspieler, Unzelmann der jüngere, ist gegenwärtig in Berlin. Ich höre, daß er daselbst gespielt hat. Wollten Sie die Gefälligkeit haben mir den oder die Comödienzettel, worauf er ange zeigt ist, wo möglich mit umgehender Post zu überschicken. Zugleich oder bald darauf wünschte ich ein Preiscurrant von dem Berliner Porcellan zu erhalten, versteht sich, wie es gegenwärtig abgelassen wird, da wie ich höre, die Preise heruntergesetzt sind. Sodann würden Sie mich sehr verbinden, wenn Sie mir einen Scheffel ächte Teltower Rüben schicken könnten, aber freylich bald, ehe die Kälte eintritt. An den überschickten vierstimmigen Gesängen wird schon flei ßig studirt. Alle Sonntag früh kommt man bey mir zusammen. Die angezeigten Heydnschen Dinge habe ich von Leipzig kommen lassen. Können Sie mir nach und nach noch etwas weiteres verschaffen, so erzeigen Sie mir eine besondere Gefälligkeit, dabey bitte ich zu notiren, was ich Ihnen schuldig werde, damit ich nicht zur Einquar tirungslast eine neue hinzufüge. Von anderem nächstens. G

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