Brief
Von Anton Genast (nach 6. August 1811)
Mit der Aufnahme in Halle könne die Theatertruppe zufrieden sein, besonders mit dem Erfolg von "Egmont" und dem "Prolog" (zur Eröffnung des Gastspiels des Weimarer Theaters in Halle am 6. August). A. Wolff habe als Klärchen Sonderapplaus erhalten. Genast sei nach seinem Auftritt im "Egmont" und in F. Paërs "Wegelagerern" in Gegenwart von F. W. Bossann vom Dessauer Baurat C. I. Pozzi belobigt worden. - In den Zänkereien zwischen Wolff und B. Lortzing versuche Genast zu schlichten. - Die Dekorationen, die erst angepaßt werden müßten, bereiteten den Theatermeistern (J. C. Kühndorf und J. C. Leutenberg) große Schwierigkeiten. - Insgesamt seien die Einnahmen zufriedenstellend, aber aufgrund der allgemeinen Armut doch hinter Genasts Erwartungen zurückgeblieben. Aufstellung der Einnahmen für G.s "Egmont", Kotzebues "Intermezzo", Paers "Wegelagerer", Calderóns "Standhaften Prinzen" und Wranitzkys "Oberon". G.s "Götz von Berlichingen" sowie Schillers "Wilhelm Tell" und "Die Jungfrau von Orleans" habe er bis zum Schluß aufgespart, um so die lezten Groschen gefangen zu nehmen.
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