Brief

Von Christian Ernst Friedrich Weller (5. November 1819)

W. übersendet die quittirten Rechnungen von der Cröckerschen Buchhandlung (für K. E. Schubarth "Zur Beurteilung Goethes", (Ruppert 1949), J. von Hammer "Geschichte der schönen Redekünste" (Ruppert 759) und J. Görres "Teutschland und die Revolution") und vom Buchbinder F. Poller sowie einen von Großh. S. Amt allhier eingegangenen Bericht. - Über die Bibliotheksarbeiten werde G. G. Güldenapfel berichten. - Die Auditorien der hiesigen Professoren sind bedeutend leerer als im vorigen Semester. 270 Studenten sind abgegangen und noch lange nicht hundert inscribirt. Die Burschenschaft besteht zwar noch fort die Studenten haben aber keinen rechten Glauben mehr daran, ein großer Theil ist freiwillig herausgetreten. Von R. Wesselhöft und W. von Schröter sei ein Aufruf zur Wahl neuer Vorsteher ergangen; der Amtmann (L. von Gohren) habe alles ad Protocollum genommen, wahrscheinlich wird nun etwas gegen die Burschenschaft verfügt. - Die Bekanntmachung des Kurators (der Universität, P. von Motz) werde sehnlichst erwartet. K. E. Schmid wolle nicht eher zu lesen anfangen, J. Fries dürfe noch nicht lesen. H. E. G. Paulus in Heidelberg sei abgesetzt und des Landes verwiesen, sein kranker Sohn (Wilhelm) gestorben. L. Wieland könne auch nicht weit mehr springen. H. Luden habe K. L. von Knebel besucht, dem es gesundheitlich wieder besser gehe; erwähnt: J. C. Stark d. J.

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