Brief
Von Friedrich Schiller (21. Juli 1797)
Das auf wechselseitige Perfectibilität gebaute Verhältnis zwischen G. und S. müsse gerade desto mehr an Mannichfaltigkeit gewinnen, je harmonischer es werde. Ihre gegenseitigen Mitteilungen pflege S. gleich productif zu gebrauchen. Wie G. im "Laokoon" ("Propyläen" I1) schreibe, daß in einem einzelnen Kunstwerk die Kunst ganz liege, so glaube S., daß man alles Allgemeine in der Kunst wieder in den besondersten Fall verwandeln müsse, wenn sich die Realität der Idee bewähren solle. - Nach den Liedern für den "Musenalmanach" für 1798 und nach den "Kranichen des Ibykus" wolle sich S. wieder ganz dem "Wallenstein" zuwenden. - S. erinnert an den Chor des Prometheus (vgl. RA 2, Nr. 859).
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