Brief

Von Kaspar Friedrich von Schuckmann (19. November 1815)

Dank für die freundliche Aufnahme seines Wunsches durch G. (vgl. RA 6, Nr. 1724) und Freude über die wiederbelebte frühere Bekanntschaft (vgl. RA 2, Nr. 493). Die bogenweise Zusendung der Schrift über Kunst und Alterthum in den Rhein- und Mayngegenden sei S. sehr willkommen. Er sei mit G. einig, daß Cölln der Hauptort für alles, was für Kunst und Alterthum in den Preußischen Rheinprovinzen geschehen dürfte, werden müsse, wenn auch auf Trier und Aachen kein geringes Gewicht zu legen sei, und daß alle auf Hervorziehung, Sammlung, Anordnung und Erhaltung der Monumente und Kunstwerke sinnigen und thätigen Männer in einer rheinischen Akademie für Kunst und Altertum vereinigt werden könnten. S. sei sehr begierig auf G.s Meinung, auch wenn sie von der seinigen abweiche. - Mit F. F. Wallraf habe er bereits privatim verhandelt, und er werde, sobald nun auf einen gewissen öffentlichen Kunstbesitz in Cölln zu rechnen ist, für ein geeignetes Gebäude sorgen. Zweifel daran, ob eine Person gefunden werden könne, die der in den ersten übersandten Bogen G.s beschriebenen entspräche. - Den Erwerb der Boisseréeschen Sammlung halte er mit Hinweis auf das leidige Geld für bedenklich, solange er nicht die Bedingungen der Besitzer kenne.

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