Brief
Von Johann Heinrich Meyer (6. September 1820)
G.s Sendung mit den Akten, den Gedichten und dem Büchelchen für Ergroßherzogin Maria Pawlowna (? "Vierzehn Briefe eines Karthäusers", übersetzt von Herzog August von Sachsen-Gotha und hrsg. von C. de Pougens) sei am 4. September angekommen; das Buch habe er überreicht. - Bei den Akten sei zu überlegen, ob der Auftrag an die Künstler, Gemälde im oberen Italien zu kopieren, auch in einem Aufsatz präzisiert werden könne. - M. habe sich bereits in den "Propyläen" im Aufsatz "Mantua im Jahre 1795" (III 2) mit A. Mantegna beschäftigt, aber es bleibe noch manches zu benutzende (vgl. den Zyklus "Triumphzug des Julius Cäsar" und G.s Aufsatz in: "Über Kunst und Altertum" IV 1 und IV 2). - Möglicherweise sei es S. Reinhard gewesen, die Zeichnungen zu G.s "Wahlverwandtschaften" gefertigt habe; erwähnt: F. Weinbrenner. Nun wolle M. ihre Radierungen nach J. P. Hebels "Gedichten" in "Über Kunst und Altertum" besprechen. - Demnächst wolle sich M., wie von G. gewünscht, den Steindrucken widmen (vgl. "Über Lithographie und lithographische Blätter", in: "Über Kunst und Altertum" III 2). - Sehr neugierrig sei M. auf die (von H. K. E. von Köhler gesandten) Schwefelabgüsse (Kameen aus der kaiserlichen Sammlung in St. Petersburg). - Dank für die mitgetheilten Gedichte und Freude über G.s gelungene Geburtstagsfeier (in Jena).
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