Brief
Von Sophia Friederika Henriette Sander (7. April 1801)
In Besorgnis um G.s Befinden, über das S. durch A. H. K. Voigt unterrichtet sei, ersehne sie sichere und beruhigende Nachricht. Sie fühle sich als Freundin zu dieser Anfrage berechtigt, da sich G. gegenüber A. H. K. Voigt als S.s Freund bezeichnet habe. Ferner habe sie von G.s Absicht erfahren, in diesem Sommer mit Schiller nach Berlin kommen zu wollen. Sie rät ihm davon ab, da Berlin im Sommer die ödeste aller Städte ist und dort nicht allein die ganze große und schöne Welt sondern auch alle getauften und ungetauften Jüdinnen G. in die Mitte zu nehmen suchen werden. Vorschlag, zur Messe nach Leipzig zu fahren und erst im Winter alle Sehenswürdigkeiten Berlins kennenzulernen. Wenn G. dem Vorschlag zustimme, wolle sie ihm allerlei kleine Künste vormachen, zum Beispiel, das Gesicht und den Ton von Frau von Grothauß [...]. Herrn Beschort, wenn er den Egmont macht u.s.w.
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