Brief
Von Johann Christian von Mannlich (15. Februar 1806)
M. dankt für das gütige Urtheil über den 1. und 2. Band seines Kataloges (Meyer über: "Beschreibung der... Gemäldesammlungen zu München und zu Schleißheim", in: JALZ 1806, Nr. 10). Der kleine Raum der Münchener Galerie mache es notwendig, aus der kürzlich eingetroffenen Düsseldorfer Sammlung eine Auswahl zu treffen und andere Gemälde abzunehmen. Der 2. Band des Kataloges müsse deshalb einen Anhang erhalten. Der französische Katalog werde erscheinen, sobald die Sammlung die Ordnung erhalten habe, in der sie wahrscheinlich bis zur Erbauung einer neuen Galerie bleiben werde. - Jetzt seien die Sammlungen von Zweibrücken, Mannheim, München und Düsseldorf vereinigt und die besten Kunstwerke aus den bayerischen Landesteilen in München zusammengetragen. M. wolle aber nicht auf Kosten der Provinzialstädte 5000 Gemälde in der Hauptstadt zusammendrängen und habe vorgeschlagen, in seiner Vaterstadt Augsburg sowiein Bamberg Provinzial Samlungen aufzustellen. G. möge sich in öffentlichen Blättern zustimmend dazu äußern und M. dadurch unterstützen. - A. von Widder habe die schon lange erwarteten Münzen von F. Müller nicht mitgebracht. M. habe an diesen und K. von Haeffelin nach Rom geschrieben und sie ersucht, das Kästchen mit der Post zu schicken (vgl. RA 5, Nr. 266). - Durch den Krieg in Tirol seien einige Briefe verlorengegangen.
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