Brief

Von August Wilhelm Iffland an Franz Kirms (Ende Mai ? 1814)

J. K. Ambrosch habe seinen Auftrag wegen Mademoiselle Düring nicht nur nicht ausgerichtet, sondern mit wahrer Zudringlichkeit erfüllt (Anfrage wegen eines Wechsels nach Weimar). A. Düring habe I. aber indeß erklärt, daß Sie nicht gehen wird. Er schlage als Ersatz die Tochter von H. Sebastiani vor, die von F. Eunicke ausgebildet worden sei. Auch A. Milder sei bereits auf sie aufmerksam geworden. I. werde K. Sebastiani wohl engagieren, wenn H. F. Fleck durch ihre Heirat mit F. W. Gubitz vom Theater gezogen werde. Kurze Einschätzung von K. Sebastiani, die als Oberon (in P. Wranitzkys gleichnamigem Singspiel), als Pamina (in Mozarts "Zauberflöte") und im "Schweizer Hirtenmädchen" (von G. B. Bierey) gefallen habe. - Über L. Lefevre, die sich in Berlin sehr anständig betragen habe und von dem Prinzen (? von Preußen) nichts mehr wissen wolle; erwähnt: "Das geteilte Herz" (von Kotzebue). - Bitte an F. Kirms, auf G. einzuwirken, damit dieser die versprochenen Dekorations-Notizen, Gesänge zur Composition, und Garderobe-Nachrichten (für die geplante Aufführung des Festspiels "Des Epimenides Erwachen") sende. - Anfrage, wie lange das Weimarer Theater in Lauchstädt oder Halle spiele, da I. darauf einen Wunsch zu gründen habe. - Was wird denn aus meinem Portrait von F. Jagemann? - Ferner erwähnt: M. F. Becker und Kirms' Familie.

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