Brief
Von August Wilhelm Schlegel (11. Juli 1800)
Rücksendung der beyden mit getheilten Sonette von Aretino und des "Don Quixote" (Ruppert 1724), den S. wegen einer schlechten Übersetzung (von D. W. Soltau) wieder durchstudirt habe. - Das letzte Schreiben an den Akademischen Senat (vgl. RA 3, Nr. 745) habe keine unmittelbare Wirkung weiter gehabt. Er erbittet G.s ferneren Rath, denn dieser Ehrenpunkt verlange Genugtuung. - Bitte um Kotzebues "Gustav Wasa" und "Bayard", die er zu einem gutgelaunten Zweck brauche (vgl. "Ehrenpforte und Triumphbogen für den Theaterpräsidenten von Kotzebue", Ruppert 158). - Seit J. L. Tiecks Abreise (nach Giebichenstein und Berlin) seien er und sein Bruder sehr einsam. S. arbeite an seiner Shakespeare Übersetzung (vgl. Ruppert 1522), dieser sei am Studium des Plato. An Tiecks "Poetischem Journal" (Ruppert 811) wird stark gedruckt. Das Juniheft des "Berlinischen Archivs der Zeit" enthalte (von J. C. A. F. Bernhardi) eine gute Kritik von Tiecks "Leben und Tod der heiligen Genoveva" (Jena 1800). - F. Schlegel wolle G. nächstens besuchen, falls er nicht störe.
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