Brief

Von Alois Ludwig Hirt (2. Dezember 1797)

Freude darüber, daß auch G. die von H. übersandte Landschaft von Domenichino gefallen habe; G. könne sie behalten. Von den Ankaufsmodalitäten und H.s Absichten dabei. - H. Gentz sei bereit, Arbeiten an den Räumen des Weimarer Schlosses zu übernehmen, könne aber keinen Preis angeben, ohne Ausmaß und Bestimmung der Zimmer zu kennen. Über die für Gentz notwendigen Angaben zu den Zimmern. Hinweis auf Exponate der Gemäldeausstellung auf der Akademie Echantillons von der Düßeldorfer Zimmer-Verzierungsfabrik. - König Friedrich Wilhelm III. von Preußen zeige einen unbefangenen, biedern Karakter und regele mit vieler Ordnung, Ernst und Verständigkeit die Geschäfte. Übersendung eines Briefes von F. Gentz ("Sendschreiben an den König Friedrich Wilhelm III. von Preußen bei dessen Thronbesteigung", Ruppert 2891), der augenblicklich Sensation mache, und der Ankündigung einer neuen Zeitschrift ("Lyzeum der schönen Künste"). Bemerkungen zum Schicksal der Gräfin W. von Lichtenau, die H. allerdings aufgrund ihrer leichtsinnigen Unbefangenheit eher für das Opfer als für die Ursache einer Kabale halte. - "Hermann und Dorothea" werde in verschiedenen literarischen Gesellschaften gelesen und besprochen; Erwähnung von D. Friedländer, F. H. Bothe und J. W. Süvern. Dank für den "Neuen Pausias" ("Musenalmanach" für 1798). - G.s Urteil über seinen "Laokoon" ("Horen" 1797) wolle H. mit [...] Ruhe abwarten.

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