Brief
Von Karl Ludwig von Knebel (20. August 1816)
Gedanken über das trübe, auf das Gemüt gehende Wetter. Von A. von Goethe vernehme K., daß sich G. (in Tennstedt) ganz leidlich wohl befinde. - Über einen Besuch im Museum in Jena. Lob der von A. von Goethe vorgenommenen Ordnung der Mineraliensammlung von J. L. Heim. Den aus Ziegenhain erhaltenen weissen Raben (vgl. RA 7, Nr. 326) habe K.s Sohn Bernhard in die ornithologische Sammlung gegeben; erwähnt: J. G. Lenz. - E. F. F. Chladni, der sich gefreut habe, G. noch getroffen zu haben, sei wieder abgereist. Er habe seine Trümmer aus der planetarischen Oberwelt vorgezeigt. - Dank für die Abbildung von G.s Vaterstadt (? die von R. Städel nach A. Radl radierte Ansicht Frankfurts von der Gerbermühle aus). - Bedauern über den Unfall (mit der Kutsche am 20. Juli), der G. für dieses Jahr von dem entlegenern Badeort abgehalten habe; erwähnt: H. Meyer. - Möge der Himmel das Widrige endlich von uns abwenden und insonderheit G. ganz heitere Tage schenken [...]. Empfehlung der Seinigen. - Großherzog Karl August sei vorigen Freitag hier durch nach dem Franzenbad passirt; die Großherzogin solle einige Zeit in Dornburg zubringen.
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