Brief
Von Karoline Herder (29. Oktober 1795)
H. sei vollkommen einverstanden, G.s Meinung durch Knebel zu hören. Sie wolle G. nur noch zu Gemüth führen, daß ihr Mann ihm 1789 gesagt habe, er könne durch literarische Arbeiten mittels der Schätze der Universitätsbibliothek Göttingen seinen Kindern ein ansehnliches Capital erwerben. Sie selbst sei von G. unwillig abgewiesen worden, als sie ihn um eine schriftliche Zusicherung des Herzogs gebeten habe, die Kosten zum Studieren ihrer Kinder zu bezahlen. Daß ihr Mann sich bereden ließ, in Weimar zu bleiben, habe ihn fast das Leben gekostet. Herzliche Bitte, die rechtmäßige Forderung einer Familie von sieben Kindern zu unterstützen und H. zur Aussprache zu Knebel zu bestellen (vgl. RA 1, Nr. 1458 und RA 1, Nr. 1506).
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