Brief
Von Sara Sophie Wulff (Grotthuss) (14. Dezember 1796)
Krankheit habe sie daran gehindert, G. früher für den Siegelring zu danken. Über ihre Qualen, die sie durch die von Religions haß beselte Mutter erdulden müsse, und über die außerordentliche Erregung, in die sie durch die Lektüre von "Wilhelm Meisters Lehrjahren", insbesondere des 4. Bandes, geraten sei. Übersendung einer von ihr gestickten Weste für G.; sie hoffe auf die Kraft, die in ihrer Stickerei liege und ihr die Neigung G.s verschaffen solle. K. J. K. M. Matthaei zweifle freilich daran, daß der Zauber bei G. wirken werde. Ausführlich über ihr Ergehen und ihr Zusammenleben mit ihren Brüdern und S. F. Koch, deren Begabung sie rühmt. Auch deren siebenjährige Tochter lese z. B. schon G.s Werke. Des öftern werde W. auch von ihrer Schwester Marianne (Meyer) besucht; über deren Schönheit und Begabung in Anspielung auf eine gemeinsame Unterhaltung in Karlsbad.
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