Brief
Von Gottfried Gabriel Bredow (17. Januar 1804)
G. habe den Deutschen [...] die Erhabenheit der griechischen Tragödie gezeigt und sei einem verflachenden Zeitgeschmack mit Grösse und Muth begegnet; er werde in B.s beigefügter "Elektra"-Bearbeitung nach Sophokles sein Streben nach Veredelung unserer Bühne erkennen. - Bemerkungen zu seinem Werk, das wie Schillers "Braut von Messina" eine lyrische Tragödie sei. Über die Deklamation der Chöre und deren Vertonung, falls G. es aufführen wolle. Bitte um G.s Urteil (vgl. RA 4, Nr. 1627). - Bedauern, daß B. nicht früher von Böttigers Weggang von Weimar gehört habe. Er hätte den Ruf zur Professur der Geschichte nach Helmstädt nicht angenommen, sondern G. um eine Empfehlung an Herzog Karl August für diese erledigte Stelle gebeten.
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