Brief

Von Joseph Wolff (11. Februar 1816)

Schilderung seines Lebensweges: Vor 20 Jahren als Sohn eines inzwischen verstorbenen Rabbiners geboren, habe er frühzeitig seine Eltern verlassen, um Sprachen, Literatur und Philosophie zu studieren. Mit 17 Jahren sei er, überzeugt durch die Schriften seines späteren Freundes Graf F. Stolberg, in Prag zur katholischen Religion übergetreten. Seine Studien der arabischen und persischen Sprache habe er in Wien fortgesetzt; dabei erwähnt: F. von Schlegel und dessen Frau, K. M. Hofbauer, F. Caspers und Fürstin L. Grassalkovicz, J. von Hammer sowie ein vierwöchiger Aufenthalt beim Erzbischof von Erlau (S. von Fischer von Nagy-Szalatnya). - Über die Empfehlungsschreiben, die er an seinen jeweiligen Aufenthaltsorten erhalten habe, so von Schlegel an F. Ast und G. M. Klein, von I. H. von Wessenberg an J. M. Sailer, von Z. Werner an K. J. H. Windischmann, von Windischmann und K. J. H. von Kolborn an A. Brentano sowie C. und P. Servière; erwähnt: (? K. F. oder A.) von Stralenheim, A. und S. von Hügel und Werners Predigten. - Bitte um Rücksendung des beiliegenden Briefs von Windischmann an W. und Hinweis auf die mitgesandten Zeugnisse. - Auf Einladung des Grafen F. Stolberg sei er im Januar 1815 nach Tatenhausen gekommen. Über sein inniges Verhältnis zu Stolbergs Familie; dabei erwähnt: Gräfin S. Stolberg, die Söhne Alfred, Christian und dessen Braut (Gräfin P. Brabeck), Cajus, Franz und Leopold, der Schwiegersohn Graf F. Korff, Napoleon, B. G. Niebuhr, das NT und Übersetzungen W.s aus dem hebräischen Urtext des AT. Huldigung an F. Stolberg mit abgewandeltem Zitat von dessen Worten an Klopstock: Stolberg! Stolberg! Du Rhein unter den Geistern des Vaterlandes [...]. - Verse W.s anläßlich des Todes der Stolberg-Söhne Franz und Christian mit dem Titel Stolbergs Freyheitsgesang. - Weitere Studien hätten W. nach Tübingen geführt; erwähnt: C. F. von Schnurrer und K. T. von Dalberg. - Bitte an G. um Unterstützung bei seinem Vorhaben, an den Universitäten Kasan oder St. Petersburg morgenländische und slawische Literatur zu studieren, um danach eine Anstellung in Rußland zu erhalten; erwähnt: Zar Alexander I. und dessen Familie. - Angabe seiner Adresse bei J. I. Bossert in Tübingen. - Ferner erwähnt: W.s Geschwister.

Bezüge im Wissensnetz

Erwähnt (25)

GZP-Knowledge-Graph

25 Einträge — alle anzeigen →

Hat Sprache (1)

GZP-Knowledge-Graph
  • Deutsch

Wurde abgesendet von (1)

GZP-Knowledge-Graph

Wurde gesendet an (1)

GZP-Knowledge-Graph

Wurde abgesendet aus (1)

GZP-Knowledge-Graph

Wird angeführt von (1)

GZP-Knowledge-Graph

Hat Zeitspanne (1)

GZP-Knowledge-Graph

Kategorie (1)

GZP-Knowledge-Graph
  • Brief und Korrespondenz

Teil von (1)

GZP-Knowledge-Graph
Cookie-Einstellungen