Brief
Von Friedrich Schiller (24. Januar 1796)
Für einen Schriftsteller, der mit einem Roman ("Wilhelm Meisters Lehrjahre"), mit 1000 Epigrammen und zwey weitläuftigen Erzählungen aus Italien und China (? "Haoh Kiöh Tschwen") befaßt sei, habe G. diese nächsten 10 Tage ganz leidliche Zerstreuungen. Aber was er an Zeit verliere, gewinne er an Stoff und werde zuletzt weiter kommen als S., der seine Gegenstände aus den Nägeln saugen müsse. - S. erwarte heute den Besuch von C. von Kalb. - Beim gestrigen Besuch K. L. Woltmanns sei es S. gelungen, ein Gespräch über dessen Theaterstücke ("Cecilie von der Tiver", "Der Gerichtshof der Liebe") zu vermeiden. - Bestellung von Tapeten und Bordüren aus Frankfurt (vgl. RA 2, Nr. 42). - S. übersendet einige Xenien.
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