Brief
Von Nikolaus Meyer (24. Oktober 1804)
M. übersende auf G.s Verlangen mit einem Fuhrmann (N. Francke) heute 1 Ancker guten Franz Wein, und eben soviel Portwein direkt nach Weimar. Außerdem habe er zwei Bilder und einige Handzeichnungen von J. H. Menken beigefügt, die falls sie für die weimarische Kunstausstellung zu spät kommen sollten, ihn bekannt machen könnten und Liebhaber für seine Arbeiten in Weimar finden ließen. Menken freue sich, daß G. nicht ganz unzufrieden mit seiner Arbeit sei, und entschuldige sich wegen der geringen Ausführung. M. hätte auch gern von A. Albers, einem hiesigen jungen Kaufmann, dem Bruder von J. A. Albers, ein Ölgemälde mitgeschickt. Seine Arbeiten schätze er höher als die von L. P. Strack aus Oldenburg. Über die Fortschritte, die Albers ohne Ausbildung von Bild zu Bild mache. Er hat mir versprochen für die nächste Ausstellung etwas zu mahlen (vgl. "Siebente weimarische Kunstausstellung vom Jahre 1805", in: JALZ 1806, S. I-XII, besonders S. XII). M. schickt eine Annonce für die JALZ mit und bittet um baldige Publikation ("Anfrage", in IB der JALZ 1804, Nr. 134). Grüße an August und dessen Mutter.
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