Brief
Von Friedrich Heinrich Jacobi (15. Februar 1789)
J. dankt für G.s Sendung vom 31. Oktober 1788 und 2. Februar 1789. W. von Humboldt habe auf dem Wege nach Göttingen einige Tage bei J. geweilt. Am Abend, bevor G.s Brief eingetroffen sei, habe man sich mit G. und seinen Werken beschäftigt. Hunboldt werde G. künftigen Herbst [...] eine Adreße von J. überbringen. Zur Zeit schreibe er in Göttingen eine juristische Dissertation. - J. lobt das Gedicht "Morgenklagen" und das Titelkupfer von A. Kauffmann für Band 8 von "Goethes Schriften". - Für G.s "Römischen Karneval" habe er drei Subskribenten geworben, er sei der vierte und hoffe noch weitere zu gewinnen. - An G.s Aufsätzen im "Teutschen Merkur" (1789) habe J. große Freude. Du bist ja geworden wie unser einer u. treibst Metaphysick. Die Stelle vom Unterscheiden u. verähnlichen (Goethe: "Naturlehre. Neapel d. 10. Jan. 178-.", WA II 13, 427) habe J. in der neuen Ausgabe seines "Spinoza" (Ruppert 3077) zitiert. - Nachricht über den Tod seines Vaters. - Frage nach K. P. Moritz, dem J. ein Exemplar seiner neuen Ausgabe schicken wolle. - J. bittet, Wieland einen nicht schimmernden [...] sondern ehrlichen und herzlichen Gruß zu bringen. Die Januarhefte 1788 und 1789 des "Teutschen Merkur" seien nicht eingegangen. F. Hemsterhuis habe einen französischen Alexis ("Alexis, ou de l'age d'or", Riga 1787) an Wieland, G. und Herder schicken wollen; ob die Exemplare eingetroffen seien? - Von J. E. Heinsius' abfälligen Äußerungen über Weimar.
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