Verabredung Zeugnis
A. J. G. C. Batsch an Goethe 29. 5. 1795 (Eing. Br. 1795, 194)
Er Chladni freut sich sehr darauf Ihnen aufwarten zu dürfen, wenn er nach Weimar kommt, um daselbst seinen Euphon zu produciren, mit dem er bis jetzt im Norden herum gereist ist. Seine acustischen Versuche werden Ihnen großes Vergnügen machen, und ich darf behaupten, für die Natur sowohl, als für den Mann, der so tief und so sicher den vielfachsten Complicationen ihrer einfachen Gesetze nachgehen konnte, Bewunderung fodern. Aber mit diesen scheinen die Erscheinungen, die ich bey Ihnen an den Undulationen im Waßerprisma sah, gar sehr zusammenzuhängen, und er wäre wohl gerade der Mann, der so etwas aufzufaßen vermöchte. Vielleicht verdient es dieser würdige und talentvolle Forscher, daß Eür. Hochwohlgebohrne Excellenz ihm, dem seine Mathematik so sehr zu Gebote steht, mehreres Ihrer optischen Ideen, zu weiterer Ausführung, und zur Beförderung der Wahrheit mittheilen. Es ist dieses eben so wohl sein Wunsch, als der meinige.
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