Brief

Von Christian Gottlob von Voigt (15. bis 16. September 1815)

1815 September 15 Dank für G.s Anteilnahme am Tode J. V. von Voigts (am 20. August) und Beschreibung von V.s Gefühlen. Am Tag vor der Beerdigung habe er den Nekrolog verfaßt. Italienisches Zitat von P. Metastasio. V.s Nichte, A. Osann, werde ganz zu ihm ziehen und seinen Haushalt versorgen; erwähnt: V.s Tochter Karoline. Über die große Anteilnahme, die V. erfahren habe; erwähnt: Großherzogin Luise und Erbgroßherzogin Maria Pawlowna. V. habe weitergearbeitet, obwohl er in kurzer Zeit Enkel, Sohn und Gattin verloren habe. - Großherzog Karl August werde erst Mitte des Oct. nach Weimar zurückkehren. - V. müsse nun nach Paris (an E. C. A. von Gersdorff) schreiben. 1815 September 16 Mit der Verlegung der Zeichenschule ins Jägerhaus wollten V. und Graf A. K. Edling bis nach der Rückkehr des Großherzogs und G.s warten; erwähnt: F. Jagemann, der mit seinen Schwestern K. von Heygendorff und M. von Danckelmann nach Italien reise und seine Sachen in das vormalige Goresche Quartier zur Aufbewahrung schaffen müsse. - L. Harscher von Almendingens Aufsatz ("Öffentliche Erklärung") werde bei der JALZ angenommen (vgl. IB der JALZ 1815, Nr. 44f.) - H. K. A. Eichstädt sei erst vor drei Tagen aus Karlsbad und Franzensbad zurückgekehrt. - Heute sei M. von Wedel gestorben. - G. möge K. von Wolzogen die vorhergehenden Informationen sowie die Beylage (V.s Nekrolog auf seine Frau) übermitteln, falls er sie in Wiesbaden treffe. - Morgen wolle V. nach Schwansee (bei Großrudestedt) fahren.

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