Brief
Von Karl Friedrich Zelter (7. Oktober bis 15. November 1804)
1804 Oktober 7 Dank für den durch H. Levin (L. Roobert) übersandten Spaniol, der zunächst vom hiesigen Thorschreiber konfisziert worden sei; dabei dankbare Erwähnung der Herzogin Anna Amalia. - Es freue Z., daß seine Chorkomposition für den "Götz" (4. Akt, 4. Szene) Erfolg gehabt habe, da sie das Erste sei, was Z. für ein Theater gemacht habe (vgl. RA 3, Nr. 576). Die große Länge des "Götz" soll übrigens, uns nicht beschwerlich werden. Der Comödienzettel ist mir recht lehrreich gewesen [...]. Gegen das Verzeichnis Ihrer Kunstausstellung (vgl. JALZ 1805, S. I f.) hätte ich Ihnen gern das Unsrige ausgewechselt [...]. 1804 November 15 Bericht über die Berliner Kunstausstellung, auf der Landschaftsgemälde von J. P. Hackert, P. L. Lütke, J. Genelli, F. G. Weitsch, J. G. S. Rösel zu sehen seien. Beschreibung der "Höllenfahrt des Judas Ischarioth" von K. Ludewig. - Die Partitur des Reuterliedes (aus "Wallensteins Lager") werde Z. aus dem Gedächtniße wieder herzustellen suchen und mit der nächsten Post senden.
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