Brief
Von Friedrich Schiller (2. Oktober 1797)
Anbei sende S. den "Musenalmanach" für 1798. G.s "Walpurgisnachtstraum oder Oberons und Titanias goldne Hochzeit" ("Faust", 1. Teil) habe S. bewußt nicht aufgenommen; Begründung dazu. - Über H. Keller, den Verfasser der "Elegien" ("Musenalmanach" für 1798), könne J. H. Meyer am besten Auskunft geben. S. habe sie durch J. J. Horner erhalten. - Nach Fertigstellung des "Musenalmanachs" für 1798 wende sich S. wieder dem "Wallenstein" zu. Reflexionen über die Art und Weise, wie er den Stoff behandeln müsse. - Über S.s Bemühungen, einen Tragödienstoff von der Art des Oedipus Rex zu finden, und über die mit diesem Stoff gegebenen Vorteile für den tragischen Dichter. - Er warte ungeduldig auf eine Nachricht von G. - Humboldts vermute er in der Schweiz. - Frage, wie es um G.s Entwicklung antiker Bildhauerwerke stehe, deren Anfang die Schrift "Über Laokoon" ("Propyläen" I1) darstelle; S. habe sie neuerdings wieder mit der höchsten Befriedigung gelesen. - Von C. G. Körners Urteil über G.s "Hermann und Dorothea".
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