Brief
Von Friedrich Bury (2. September 1790)
Trotz politischer Unruhen arbeite B. in Florenz weiter. Da er Ende Oktober nach Rom gehen wolle, werde er die Kopie zum Bildnis der "Madonna della Seggiola" von Raffael für G. nicht in Öl ausführen können. Das Ergebnis seiner Arbeiten in der Gallerie (Uffizien) bestehe in einer Zeichnung nach dem Gemälde "Christus" von Fra Bartolommeo, in sechs Porträts, vor allem aber in drei Kopien nach Gemälden von A. Mantegna (?"Anbetung der Könige"), dessen Bedeutung B. jetzt erkannt habe. - Von seiner Teilnahme am Violinunterricht. - Um eine alte Schuld zu begleichen, wünsche er, G. entweder das Bild "Herzog Friedrich II. von Urbino" nach Baroccio oder die beiden Gemälde von Rubens (vgl. RA 1, Nr. 319) verkaufen zu können. Einzelheiten dazu. - Hoffentlich sei der Kasten mit den Gibsen gut angekommen. B. habe vom Kind einen alten Guß gefunden, der gut sei.
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