Brief

Von Johanna Charlotte Frommann (6. Juli 1808)

Gute Wünsche für G.s Karlsbader Aufenthalt und Hoffnung, daß die grauen deutschen Herbsttage durch den Ertrag aus den Mappen und der violetten Brieftasche verschönt werden würden (Anspielung auf G.s "Sonette"; vgl. G. an F., 1807 Dezember 26, WA IV 19, Nr. 5474). Angebot, für G.s Besuch in Jena eine Wohnung zu suchen. Über das Hochwasser der Saale. - Nachrichten aus zwei Briefen (aus Züllichau) von W. Herzlieb mit Erwähnung ihres Bruders und ihrer Schwester. Von L. Loder, die sich freue, G. noch hier zu sehen, und demnächst nach Drakendorf gehe, um A. von Ziegesars Frau (Luise) nach der Geburt (der Tochter Karoline) bis zur Rückkehr der Geheimräthin (M. A. von Ziegesar) zu helfen, und vielleicht noch vor dem Winter Jena verlassen werde. B. Loder werde gemeinsam mit unsern drei Jungens (F. J. Frommann sowie A. und F. Bohn) Von C. Geißler und F. unterrichtet. - F. habe zusammen mit ihrer Mutter (S. C. Wesselhöft), ihren Schwestern (E. Wesselhöft und S. Bohn) und F. von Rumohr dienstags eine Lesegesellschaft errichtet und mit G.s "Hermann und Dorothea" eingeweiht. G.s "Faust" hätten sie schon vor Eingang von G.s Sendung ("Faust. Eine Tragödie", Tübingen 1808) in der 1. Auflage ("Werke" A, Bd. 8) gelesen, die jetzt beim Buchbinder sei. - Ihr Mann empfehle sich; er und F.s Kinder seien wohlauf.

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