Brief
Von Christian Friedrich Schlosser (17. oder 18. Juli 1815)
S. gedenke der Güte und Liebe, die er in den letzten Tagen von G. erfahren habe; Versicherung seiner Ergebenheit. Er lerne sehr viel und mit größter Freude von G., und dieser möge jene Wirkungen, von denen er an den letzten Abenden gesprochen habe und die S. immerzu mit Nachdenken und Bewunderung erfüllten, recht bald mittheilbar und damit für sie anwendbar werden lassen. - Auch der orientalische Sternhimmel bewege sich noch vor S.s Augen. Hafis solle ihn seinem Bruder (F. Schlosser) entgegenbegleiten und ihn heimischer auf jenen Ebenen und Höhen machen die uns Dichtung in Dichtung spiegelnd näher rückt. - Graf F. Stolberg sei heftig bekümmert um die junge Gräfin (P. von Brabeck nach dem Tod seines Sohns Christian Stolberg) und bitte G. gelegentlich um einen Besuch bei ihr. Für die Sendungen sei bereits die sichere Gelegenheit gefunden. - Empfehlung von seiner Mutter (Margarete), die sich freuen würde, G. zu sehen.
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