Brief

Von Christian Gottlob Voigt (26. Juli 1796)

V. bestätigt den Eingang von G.s Depeschen. - Bemerkungen über die zur Zeit stattfindende geheime Unterhaltung über Politica zwischen dem Herzog und der Gräfin S. von Coudenhove. Zu den KriegsOperationen der Franzosen, von denen man vermute, daß sie jenseits des Thüringer Waldes bleiben und sich nur ganz Frankens vorerst zu bemächtigen suchen, und zur Schonung Fuldas. Mitteilung über vier dem Frieden dienende geheime Schritte: Herzog Karl Augusts mehrmalige Aufforderung an den Kurfürsten von Sachsen, wenigstens die Neutralität des Obersächsischen Kreises zu erklären, des Herzogs Rat, Preußen an der eventuellen Bildung eines Kordons zu beteiligen, die Absendung J. L. von Bechtolsheims nach Pyrmont zu Verhandlungen mit dem König von Preußen und dem Landgrafen von Hessen-Kassel sowie V.s Einleitung einer Korrespondenz mit C. G. von Gutschmid. Über weitere Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere die Aufstellung von Tafeln an der Grenze, deren Aufschrift die Franzosen auf die Neutralität des Gebietes hinweise. - Zum Ilmenauer Bergbau: zur Rücksendung der Gewährscheine, der Bereitstellung von Grubenholz und zum Problem der Wässerung. - Auf G.s Anfrage wegen des Theaters teilt V. im Auftrag des Herzogs mit, daß das Magdeburger Projekt zu weitläufig scheine, und nennt die Maßnahmen, die zu treffen seien, ehe in Jena gespielt werden könne.

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