Brief

Von Johann Isaak Gerning (22. September 1794)

In Jena habe Gerning wegen der kritischen Prüfung von J. von Goranis "Geheimen und kritischen Nachrichten von Höfen, Regierungen und Sitten der wichtigsten Staaten in Italien" zwei Tage längerbleiben müssen; Verweis auf die "Allgemeine Literaturzeitung" (1794, 303). - Nach einem zufriedenstellenden Aufenthalt in Leipzig reise er nun nach Hamburg. - Göschen wolle einst G.s und Schillers Werke classisch drucken und beneide Unger. Wegen der Vertonung der Zauber Harfe ("Der Zauberflöte zweiter Teil") habe Göschen auf J. Haydn aufmerksam gemacht, dem Gerning deswegen schreiben wolle. Über namhafte Leipziger Persönlichkeiten. - E. Brecht bewähre sich. Gerning übersendet von dessen Hand einige Abschriften seiner Oden und eines Vesuvberichtes für J. H. Voigt. Dieser wünsche die zwey Herschelischen Hefte, on the Ring of Saturn & on nebulous Stars' welche unter meinen Sächelchen bey Ihnen seyn sollen: Bitte um Aushändigung. - An Herder, der ihm einen Empfehlungsbrief an Klopstock mitgegeben habe, werde Gerning von Hamburg aus schreiben. - Leipziger Theaternachrichten, Ifflands und Kotzebues Stücke betreffend.

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