Brief
Von Christian August Vulpius (6. Juni 1817)
An dem heutigen, (seit einem Jahre mir u uns allen so schmerzlichen) Tage (Todestag C. von Goethes) sei V. erstmals nicht von Brustkrämpfen gequält worden. Die von den Ärzten empfohlene Badekur könne er sich nicht leisten, vielleicht nehme ihn Erbgroßherzog Karl Friedrich mit nach Pyrmont. - Von Großherzog Karl August habe V. erfahren, daß G. eine Erklärung der Heilsberger Steinschrift von J. von Hammer erhalten habe (vgl. RA 7, Nr. 877). V. würde sich freuen, wenn diese noch im aktuellen Stück der "Kuriositäten" gedruckt werden könne (erst Bd. 7, 1819). - Bericht über seinen Tagesablauf bei sehr schlechtem Gesundheitszustand; erwähnt: die täglichen fürstlichen Besuche und die der Fremden. - Beikommende Stücke habe V. unkommentirt erhalten. Weiter lege er einen Abdruck von L. Cranachs Leichensteine (vgl. V. "Lukas Kranach und sein Sohn", in: "Die Vorzeit" 1817, Bd. 1) bei. Erinnerung an die Altertümer und Ausgrabungen (vgl. RA 7, Nr. 986).
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