Brief

Von Julius August Walter von Goethe (26. Juni 1815)

G.s Gedicht auf das Dienstjubiläum von K. von Schardt und K. Kirms ("Frage nicht durch welche Pforte ...") habe die beiden Jubelgreise sehr erfreut. - C. von Goethe gehe es in Karlsbad gut; die Großherzogin Luise halte sich in Wilhelmsthal auf. - Am 20. Juni habe A. von Goethe das Dekret als Kammerjunker erhalten, ebenso L. von Groß, der zugleich Assessor beim Landschaftskollegium geworden sei. Zur Unzufriedenheit mit der Beförderungspraxis am Hofe; deshalb könne eine Erinnerung von Väterlicher Seite an den Polonismus (Anspielung auf Polonius aus Shakespeares "Hamlet"), Reineke und Odeysseus gar nichts schaden. - Nachrichten aus Weimar: über F. Beuthers Theaterdekorationen, die Abreise A. und P. A. Wolffs nach Pyrmont am 23. Juni, zu Unternehmungen mit dem Erbgroßherzog Karl Friedrich, Lob für F. T. Kräuter, der sehr fleißig in der Bibliothek sei. Der König von Preußen sei am 24. Juni in Weimar gewesen, zuvor bereits der preußische Kronprinz. A. von Goethe habe beide kennengelernt; erwähnt: H. von Mettingh. Man ist überhaupt sehr artig gegen mich. - Grüße vom Erbgroßherzog Karl Friedrich und Erbgroßherzogin Maria Pawlowna. - A. von Goethe wünsche, zuweilen mit G. sprechen zu können, da man sich hier [...] das Schloß des Papageien anlegen müsse.

Bezüge im Wissensnetz

Cookie-Einstellungen