Brief
Von Johann Koch (Ende Mai 1802)
Ankündigung seines "Philosophischen Lehrbuchs über die Malerei mit [...] Kupfern zum Anfange der Landschaftsmalerei" (Ruppert 2408), das dem von S. Geßner (im "Brief über die Landschaftsmalerei an Herrn Füßlin", Zürich 1770) ausgesprochenen Bedürfnis genügen solle. Er sei erst 25 Jahre alt und habe Menschen mit unterschiedlichem Herzen und Verstand kennengelernt. Die Gunst der Großen besitze er nicht; sein Fürst (Kurfürst Klemens Wenzeslaus von Trier) unterstütze nur einen jungen Künstler, dessen Vater Geheimer Rat gewesen sei. Hingegen sei K.s Vater nur ein land Wirt. Wenn sein Werk erscheine, möge G. mit Gerechtigkeit urteilen. Dies könne er nur Männern wie G. oder G. B. Casanova überlassen. K. wohne jetzt auf dem Lande in Vallendar bei Ehrenbreitstein.
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