Brief
Von Karl Wilhelm Thurneysen (21. Februar 1788)
Dank für G.s Brief, den T. in Turin empfangen habe; seinen Brief aus Mailand werde G. indessen auch erhalten haben. - T. habe an K. E. Goethe in Frankfurt 400 Gulden gezahlt und frage an, ob G. bei dem verlustreichen Umsaz in Zechinen diese Zahlungsmanier auch für's Künftige nicht unbequem falle. T. bittet G., Arbeiten von J. G. Schütz, P. Birmann und Kniep entgegenzunehmen und zu bezahlen. Mit morgendem Postwagen würde T. an C. und F. von Stein die mitgegebene Rolle, samt der kleinen Schachtel absenden sowie ein nur eilfertiges Briefchen (vgl. G. an F. von Stein, 1788 Februar 16, WA IV 8, Nr. 2644). T. verlange sehr nach Römischen Dingen und bitte um baldige Absendung, möglichst an J. M. Gruber in Lindau. Er erwarte unter anderem einige Illuminierte Historische Zeichnungen von J. H. Schmidt und Lips, deren Bezahlung er durch G.s Hände gehen lassen wolle. T. vertraue G. seine Kunstangelegenheiten an, weil er wisse, daß der, der für G. arbeite, alle seine Kräfte anstrenge.
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