Brief
Von Johann Adam Schmidt (20. Januar 1804)
Zur Teilnahme an der JALZ sei er vor allem durch G.s Namen bestimmt worden. Er freue sich darüber, daß G. auf seine Bemühungen in einem kleinen Gebiethe der organischen Natur geachtet habe und noch ferner achten wolle. - In G. verehre er den Genius seines Lebens, der ihn schon von Jugend an durch seinen "Werther" und später durch seine "Eugenie" ("Die natürliche Tochter") das höhere Leben habe genießen lassen. Durch G. habe er die Wissenschaft der bildenden Kunst gelernt, eine fruchtbare Ansicht der thierischen Metamorphose gewonnen; auch das Newtonsche Gespenst sei durch G. verscheucht worden. Hoffnung auf eine persönliche Bekanntschaft und Freude über G.s Andeutung, daß er einen Besuch in der Kaiserstadt Wien noch nicht aufgegeben habe. G. werde sicher sehr herzlich und achtungsvoll empfangen werden, vor allem von S.s Frau und Freunden. - G. möge das in der Optik so einfach und durchgreifend Angefangene nicht unvollendet lassen. Die Ophthalmologie könne vielleicht durch ihn allein mit Ideen über die Gesichtsfunktion bereichert werden.
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