Brief
An Friedrich Theodor Kräuter (10. Februar 1818)
AN FRIEDRICH THEODOR KRÄUTER
Sie haben mir mein lieber Kräuter durch daß übersendete Tagebuch sehr viel Vergnügen gemacht, fahren Sie so fort und ertheilen mein Lob auch den beiden Mitarbeitern. Es ist gar so angenehm für ein[en] Vorgesetzten wenn er auch abwesend sich von der zweckmäsigen Thätigkeit der Seinigen im Einzelnen unterrichten kann.
Das Vermehrungsbuch möchte dagegen etwas vollständiger zu führen seyn. Aus der Fritzschischen Auction z.B. finde ich nur wenige Bücher, weshalb lege ein Blatt bey, und deute den Weg an auf welchem Sie die Vollständigkeit nachholen können.
Herr Rath Vulpius den ich davon Kenntniß gegeben, wird mit Rath und That an die Hand gehen.
Recht wohl zu leben wünschend.
Jena den 10e n Februar 1818.
Goethe
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