Brief
Von Anna Amalia von Helvig (11. Juli 1820)
Aufgrund der plötzlichen Erkrankung K. L. von Knebels müsse H. ihren Besuch bei G. in Jena erneut verschieben. Sie hoffe weiter auf eine Möglichkeit, G. für ein paar Stunden mit H. von Fritsch zu besuchen, die im Linkerischen Hause (? bei K. von Lyncker) absteigen werde; erwähnt: A. von Goethe. Bitte um eine positive Nachricht von G. (vgl. G.s Tagebuchnotiz vom 15. Juli). - H.s Reise nach Weimar sei zu einer langersehnten heil'gen Wallfarth geworden, sie werde an die Tage ihrer Jugend erinnert, von alten Freunden gütig aufgenommen und von neuen nicht unwillkommen geheißen; Anspielung auf einen alten Ausdruck der 'poetischen Wälder' - Wenn doch durch mein übriges Leben (? nach C. Gryphius). Erinnerung an die Begegnungen in (Schillers) Gartenhaus (in Jena; vgl. G.s Tagebuchnotiz vom 13. Mai 1799), als G. das Manuskript ihres Gedichts "Die Schwestern von Lesbos" so belehrend mit H. durchgesprochen habe (für den Druck im "Musenalmanach für das Jahr 1800").
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