Brief
Von Otto Christoph von Budberg (Anfang Juni 1822)
G. möge diese Zeilen nicht als Mahnung bezüglich der von B. gesandten Übersetzungsproben von J. P. Hebels "Alemannischen Gedichten" verstehen (vgl. RA 9, Nr. 1334). B. treibe einzig der Wunsch und das Bedürfniß, das Andenken jenes vortrefflichen Menschen und Dichters nicht so spurlos als es bisher geschehen, schwinden zu sehen . In keinem öffentlichen Blatt widerfahre Hebel gerechte Anerkennung; um so wünschenswerter sei ein gewichtiges Wort des Dichterfürsten. Erneute Bitte um G.s Urteil über die von B. übersetzten Gedichte, damit Hebels Andenken nicht unbeachtet im großen Strome der Alltäglichkeit untergehe. - Angabe seiner Adresse.
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