Brief
Von Karl Gottfried Kelle (15. August 1818)
K. übersende der empfangnen Erlaubniß gemäs seine zwei Bände "Die heiligen Schriften in ihrer Urgestalt" (Ruppert 2607). Er wolle, daß diese Urkunden in Sachen der Menschheit [...] der Schultheologie [...] entrissen, und der Humanität [...] vindicirt; dabei aber nach ihrem ursprünglichen Sinn' und Gehalte erklärt und [...] von unächten Zusäzen gereinigt werden. Das Modernisiren eines J. K. C. Nachtigal und das Corrigiren eines J. D. Michaelis seien ihm zuwider. Durch die Scheidung der ächten und unächten Urkunden, welche zu Davids Zeiten aus politischen Ursachen verschmolzen wurden, solle der unseelige Kampf zwischen Glauben und Aberglauben geschichtlich geschieden werden; Bezugnahme auf das 1. Buch Moses (des AT).
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