Brief

Von Karl Ludwig von Knebel (26. Oktober 1806)

Dank für G.s Briefe und das viele Gute. - F. S. Voigt sei sehr erfreut über G.s Auftrag und Versprechen; er habe den Kopf ruhig erhalten, da ihn der Vater sogleich verlohr u. die Mutter nahe am Wahnsin war. - Dank für Blumenbachs Brief (an G.; vgl. G.s Tagebuchnotiz vom 23. Oktober). K. bittet, den Brief an seine Schwester bis zu deren Rückkehr zu behalten, von F. Harras, Kammerjungfer bei Prinzessin Karoline, Blätter, Zeitungen abzufordern und ihm diese durch J. C. Stark d. Ä. zu schicken. - Die Blessirten seien in den Reitstall gebracht worden, so daß das Schloß frei bleibe. - G. möge Stark fragen, ob dem hiesigen Commandanten (Bouchard), der sich so wacker beträgt, ein Present zugedacht sei. Der botanische Garten sei am meisten ruinirt. Von F. Hubert habe K. weitere 12 Flaschen Wein erhalten. J. K. von Könneritz frage nach dem Schicksal ihres Sohnes. Der verwundete Colonel (Guiot: ? E. Guyot) nebst dem Hauptmann (Canne) seien noch bei K. einquartiert. K.s Frau gebe fast alle Nachmittage ein kleines Konzert. Bitte um neue franzöß. Musick.

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