Brief

Von Karl Friedrich Zelter (8. Juli 1821)

Begründung für Z.s langes Schweigen. - Am 6. Juli habe F. Lortzing G.s Brief vom 30. Juni überbracht. - Z. sende durch L. Rellstab ein Paar Exemplare einer Liedersamlung welche sich Herr Nägeli in Zürch, die Mühe gegeben hat mit einer bedeutenden Anzal an Druck- und Dreck Fehlern, ans Licht zu stellen; erwähnt: das darin befindliche Bildnis Z.s (von M. Esslinger). - Dank für G.s Prolog (zur Eröffnung des Berliner Theaters am 26. Mai 1821), der ebenso große Wirkung gezeigt habe wie die anschließende Aufführung von G.s "Iphigenie" (eingeleitet mit C. W. von Glucks Ouvertüre zu "Iphigenie in Aulis"). - Z. erwarte von G.s Güte ein Exemplar von "Wilhelm Meisters Wanderjahren", da er das Buch erst einmal gelesen habe und es von seiner Tochter (J. Huschka oder A. Grundmann) nach Pommern mitgenommen worden sei. - Über Z.s Lektüre des Terenz in der Übersetzung von A. Dacier ("Les Comedies"). - Bericht über das sechste erfolgreiche Konzert von A. J. und C. Boucher. - Aus Z.s Reise nach Leipzig sei nichts geworden; darüber vielleicht im Herbst mündlich. - Über L. Rellstab, der diesen Brief überbringe und ein Sohn des bekannten Musikverlegers sei. - Grüße an C. L. F. Schultz (Aufenthalt in Weimar vom 1. bis 8. Juli; vgl. G.s Tagebuchnotizen). - Vorgestern habe man aus dem herrlichen Urglase, das G. an G. W. F. Hegel geschickt habe, getrunken (vgl. RA 9, Nr. 935).

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